{"id":156,"date":"2015-01-25T18:24:36","date_gmt":"2015-01-25T17:24:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/?p=156"},"modified":"2015-02-01T12:39:41","modified_gmt":"2015-02-01T11:39:41","slug":"bombenzuender-im-radio","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/2015\/01\/25\/bombenzuender-im-radio\/","title":{"rendered":"\u201eBombenz\u00fcnder\u201c im Radio"},"content":{"rendered":"<p><strong>Einkreiser von Sachsenwerk Radeberg mit \u201eseltsamen\u201c Kondensatoren<\/strong><\/p>\n<p><strong>Nach dem 2. Weltkrieg waren Radios hei\u00df begehrt, denn die Menschen wollten nicht nur Zugang zu Informationen, sondern in dieser tristen Zeit ein wenig Unterhaltung haben. Teile, aus denen sich Radios zusammenbauen lassen, wurden aber nicht produziert. Also nutzte man das, was der Krieg hinterlassen hatte. Hier in diesem kleinen Radio waren es beispielsweise Kondensatoren, die eigentlich f\u00fcr den Z\u00fcndmechanismus von Bomben vorgesehen waren.<\/strong><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Radios, die in den ersten Jahren nach dem Krieg produziert wurden, k\u00f6nnen nicht mit spektakul\u00e4rer Schaltungstechnik aufwarten. In der Regel handelt es sich um einfache Einkreiser. Trotzdem ist es interessant, sich mit diesen eher unscheinbaren Ger\u00e4ten zu besch\u00e4ftigen. Wenn man versucht, sie wieder zum Leben zu erwecken, geben sie so manches interessante Detail preis, das die damalige Situation des Mangels dokumentiert. Jedes der fr\u00fchen Nachkriegsradios erz\u00e4hlt seine eigene Geschichte und zeugt von der hohen Kunst der Improvisation, die deren Erbauer Tag f\u00fcr Tag bewiesen, um \u00fcberhaupt Ger\u00e4te produzieren zu k\u00f6nnen.<br \/>\n<div id=\"attachment_158\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-158\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_01-300x197.jpg\" alt=\"Bild 1. Einkreiser vom Sachsenwerk Radeberg. Das Ger\u00e4t verf\u00fcgt \u00fcber aufgeteilte Lang- und Mittelwellenbereiche. (Fotos: Peter von Bechen)\" width=\"300\" height=\"197\" class=\"size-medium wp-image-158\" srcset=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_01-300x197.jpg 300w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_01-1024x671.jpg 1024w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_01-458x300.jpg 458w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_01.jpg 1520w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-158\" class=\"wp-caption-text\">Bild 1. Einkreiser vom Sachsenwerk Radeberg. Das Ger\u00e4t verf\u00fcgt \u00fcber aufgeteilte Lang- und Mittelwellenbereiche. (Fotos: Peter von Bechen)<\/p><\/div><br \/>\nTypisches Beispiel f\u00fcr eine solche Nachkriegskonstruktion ist ein kleiner Einkreiser von \u201eSachsenwerk Radeberg\u201c, den der Autor vor l\u00e4ngerer Zeit im Raum Dresden erwarb. Au\u00dfer der Firmenbezeichnung auf der Skala gab es keine Hinweise auf den Ger\u00e4tetyp. Die R\u00fcckwand fehlte. Das \u00c4u\u00dferes war ziemlich heruntergekommen, offensichtlich war das Radio lange feucht gelagert. So war das Holzgeh\u00e4use v\u00f6llig aus dem Leim und der Lack abgebl\u00e4ttert.<br \/>\nDie erste Inspektion des Innenlebens erbrachte folgenden Befund: Es handelt sich um einen auf ein Pertinaxplatte aufgebauten \u201eklassischen\u201c Einkreiser mit den R\u00f6hren AF7, AL4 und der Gleichrichterr\u00f6hre AZ1. Die Metallteile waren stark korrodiert, aber insgesamt noch reparabel. Offensichtlich war auch noch alles im Originalzustand, so dass sich ein Versuch zur Restaurierung lohnte.<br \/>\n<div id=\"attachment_159\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-159\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_02-300x215.jpg\" alt=\"Bild 2. Oberseite des Chassis. Neben der Skala und dem Ausgangstransformator befinden sich die aus Bombenz\u00fcnder-Kondensatoren zusammengebauten Lade- und Siebkondensatoren (rote Pfeile).\" width=\"300\" height=\"215\" class=\"size-medium wp-image-159\" srcset=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_02-300x215.jpg 300w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_02-1024x735.jpg 1024w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_02-418x300.jpg 418w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_02.jpg 1532w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-159\" class=\"wp-caption-text\">Bild 2. Oberseite des Chassis. Neben der Skala und dem Ausgangstransformator befinden sich die aus Bombenz\u00fcnder-Kondensatoren zusammengebauten Lade- und Siebkondensatoren (rote Pfeile).<\/p><\/div><br \/>\nWie f\u00fcr Ger\u00e4te dieser Zeit typisch, wurden bei der Produktion viele Teile verwendet, die entweder aus Wehrmachtsger\u00e4ten stammten, oder zumindestens urspr\u00fcnglich f\u00fcr diese vorgesehen waren. Hier sind z. B. die Kondensatoren in hermetisch verl\u00f6teten Keramikr\u00f6hrchen (\u201eSikatrop\u201c-Kondensatoren) und die professionellen Becherkondensatoren zu nennen. Auch der R\u00fcckkopplungsdrehkondensator k\u00f6nnte milit\u00e4rischen Ursprungs sein. Es handelt sich um einen sehr stabil aufgebauten Luft-Drehkondesator mit massiven Aluminiumplatten, der durchaus aus einem KW-Sender stammen k\u00f6nnte.<br \/>\n<div id=\"attachment_160\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_03.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-160\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_03-300x242.jpg\" alt=\"Bild 3. Unterseite des Chassis. Bei der Konstruktion wurden zahlreiche milit\u00e4rische Bauelemente verwendet. Der R\u00fcckkopplungskondensator ist ein stabiler Luft-Drehko, der aus einem KW-Sender stammen k\u00f6nnte.\" width=\"300\" height=\"242\" class=\"size-medium wp-image-160\" srcset=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_03-300x242.jpg 300w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_03-1024x827.jpg 1024w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_03-372x300.jpg 372w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_03.jpg 1272w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-160\" class=\"wp-caption-text\">Bild 3. Unterseite des Chassis. Bei der Konstruktion wurden zahlreiche milit\u00e4rische Bauelemente verwendet. Der R\u00fcckkopplungskondensator ist ein stabiler Luft-Drehko, der aus einem KW-Sender stammen k\u00f6nnte.<\/p><\/div><br \/>\n<strong><br \/>\nBauelemente aus Wehrmachtsbest\u00e4nden<\/strong><br \/>\nIm Sachsenwerk Radeberg wurden bis Kriegsende Ger\u00e4te f\u00fcr die Wehrmacht produziert. So ist es durchaus denkbar, dass noch vorhandene Best\u00e4nde an Bauelementen f\u00fcr die Radioproduktion benutzt wurden. Au\u00dferdem war es damals \u00fcblich, milit\u00e4rische Nachrichtenger\u00e4te auszuschlachten und die Teile zivilen Zwecken zuzuf\u00fchren. Einige Widerst\u00e4nde in dem Ger\u00e4t sind mit Nummern-Abziehbildchen versehen, die daruf hinweisen, dass die Teile wahrscheinlich aus Wehrmachtsger\u00e4ten stammten. Auch der Schwingkreis-Drehko, ein offensichtliches Kriegsprodukt mit Pertinaxisolation tr\u00e4gt solche Positionsnummern.<br \/>\nEin R\u00e4tsel gaben die Lade- und Gl\u00e4ttungskondensatoren des Netzteils auf. Es handelt sich um Aluminiumbecher, von denen jeweils zwei \u00fcbereinander montiert und miteinander verbunden sind. Die etwa 3,5 cm hohen Becher mit einem Durchmesser von 5 cm haben eine \u00d6ffnung von 2,5 cm Durchmesser. Der rote Aufdruck ist undeutlich und nicht lesbar, aber es k\u00f6nnte sich au\u00dfer um Buchstaben und Zahlen um das NS-Hoheitszeichen oder Luftwaffenadler handeln. In der Mitte befindet sich ein Pre\u00dfstoffteil mit der Jahreszahl 1945 sowie weiteren Buchstaben und Zahlen.<br \/>\nEine R\u00fcckfrage bei GFGF-Mitglied Herbert B\u00f6rner, Ilmenau, ergab, dass zu den fr\u00fchen Nachkriegsradios aus Radeberg offensichtlich keine Unterlagen vorhanden sind oder m\u00f6glicherweise nie existierten. Das ist durchaus m\u00f6glich, denn damals hatte man andere Sorgen, als Dokumentationen zu erstellen. Trotzdem gab Herbert B\u00f6rner mit dem Verweis auf GFGF-Mitglied Karl-Heinz Kunisch, Hoyerwerda, den richtigen Tip. In seiner Sammlung befindet sich ein Ger\u00e4t mit gleichem \u00c4u\u00dferem, aber etwas anderer Schaltung.<br \/>\n<strong><br \/>\nBombenz\u00fcnder-Kondensatoren<\/strong><br \/>\nAuch er wu\u00dfte zun\u00e4chst nichts \u00fcber die Herkunft der Kondensatoren. Erst ein Spezialist in Milit\u00e4r-Technik l\u00f6ste das R\u00e4tsel: Diese Kondensatoren stammen aus der Z\u00fcndeinrichtung von Bomben. Mit der in ihnen gespeicherten Ladung wurde beim Aufschlag ein Draht in der Z\u00fcndladung zum Gl\u00fchen gebracht, so dass die Bombe z\u00fcndete. Die \u00d6ffnung im Kondensatorbecher diente zur Aufnahme der Mechanik des Aufschlagz\u00fcnders (Weitere Details \u00fcber den Z\u00fcndmechanismus sind dem Autor nicht bekannt, weil er kein Bombenspezialist ist).<br \/>\n<div id=\"attachment_161\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_04.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-161\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_04-300x291.jpg\" alt=\"Bild 4. Bombenz\u00fcnder-Kondensatoren aus dem Ger\u00e4t des Verfassers. \" width=\"300\" height=\"291\" class=\"size-medium wp-image-161\" srcset=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_04-300x291.jpg 300w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_04-1024x994.jpg 1024w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_04-309x300.jpg 309w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_04.jpg 1185w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-161\" class=\"wp-caption-text\">Bild 4. Bombenz\u00fcnder-Kondensatoren aus dem Ger\u00e4t des Verfassers.<\/p><\/div><br \/>\nDie urspr\u00fcngliche Aufgabe der Bauteile, n\u00e4mlich sichere Ladungsspeicherung \u00fcber eine bestimmte Zeit, war nur mit Kondensatoren m\u00f6glich, deren Dielektrikum hohe Isolationswerte erreicht. Auf Grund der Bauform war es aber nicht m\u00f6glich, die erforderliche Kapazit\u00e4t mit einem Wickel zu realisieren. Deshalb wurden mehrere kleine Wickel im Becher mit Bitumen eingegossen. Die Anschl\u00fcsse sind herausgef\u00fchrt und au\u00dfen miteinander verl\u00f6tet, um durch Parallelschaltung die erforderliche Kapazit\u00e4t zu erreichen. Die Zahl der Anschlu\u00dfdr\u00e4hte und die Verschaltung lassen darauf schlie\u00dfen, da\u00df es sich um f\u00fcnf Einzelkondensatoren in einem Becher handelt.<br \/>\n<div id=\"attachment_162\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_05.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-162\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_05-300x203.jpg\" alt=\"Bild 5. Bombenz\u00fcnder-Kondensatoren, die der Verfasser auf einem Funk-Flohmarkt erworben hat. Hier erkennt man die ringf\u00f6rmig zusammengel\u00f6teten Einzelanschl\u00fcsse der einzelnen Wickel.\" width=\"300\" height=\"203\" class=\"size-medium wp-image-162\" srcset=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_05-300x203.jpg 300w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_05-1024x692.jpg 1024w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_05-444x300.jpg 444w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_05.jpg 1517w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-162\" class=\"wp-caption-text\">Bild 5. Bombenz\u00fcnder-Kondensatoren, die der Verfasser auf einem Funk-Flohmarkt erworben hat. Hier erkennt man die ringf\u00f6rmig zusammengel\u00f6teten Einzelanschl\u00fcsse der einzelnen Wickel. (&#8222;eyr&#8220; ist der WaA-Herstellercode, der vom Heereswaffenamt vergeben wurde).<\/p><\/div><br \/>\nDie Kondensatoren im Ger\u00e4t des Verfassers wiesen Kurzschl\u00fcsse auf und lie\u00dfen sich deshalb nicht eindeutig ausmessen. Karl-Heinz Kunisch gab etwa 0,1 \u00b5F pro Einzelkondensator an, was bei der Parallelschaltung von zwei \u201eBombenz\u00fcndern\u201c 1 \u00b5F ergeben w\u00fcrde. F\u00fcr Lade- und Gl\u00e4ttungskondensatoren eines solchen Ger\u00e4tes ist dieser Wert recht knapp bemessen. Es ist deshalb zu vermuten, dass die Kapazit\u00e4t der Einzelkondensatoren m\u00f6glicherweise gr\u00f6\u00dfer ist.<br \/>\n<div id=\"attachment_163\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_06.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-163\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_06-300x197.jpg\" alt=\"Bild 6. Die Schaltung des Einkreisers weist keine Besonderheiten auf. Hier ist die Version abgebildet, die sich in der Sammlung von Karl-Heinz Kunisch befindet. Das Ger\u00e4t des Autors hat einen elektrodynamischen Lautsprecher, dessen Magnetwicklung direkt vom Netzteil gespeist wird, sowie als Gleichrichter eine AZ1. (Bild: Karl-Heinz Kunisch)\" width=\"300\" height=\"197\" class=\"size-medium wp-image-163\" srcset=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_06-300x197.jpg 300w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_06-1024x671.jpg 1024w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_06-458x300.jpg 458w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BZ_06.jpg 1638w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-163\" class=\"wp-caption-text\">Bild 6. Die Schaltung des Einkreisers weist keine Besonderheiten auf. Hier ist die Version abgebildet, die sich in der Sammlung von Karl-Heinz Kunisch befindet. Das Ger\u00e4t des Autors hat einen elektrodynamischen Lautsprecher, dessen Magnetwicklung direkt vom Netzteil gespeist wird, sowie als Gleichrichter eine AZ1. (Bild: Karl-Heinz Kunisch)<\/p><\/div><br \/>\nDieses Beispiel zeigt, wie damals R\u00fcstungsmaterial f\u00fcr die Deckung von Bedarf der Zivilbev\u00f6lkerung genutzt wurde. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Bombenz\u00fcnder-Kondensatoren, deren urspr\u00fcnglicher Zweck das Zerst\u00f6ren und T\u00f6ten war, letztlich in Radios ihren Dienst taten, die ihren Besitzern ein wenig Freude und Unterhaltung in diese triste Zeit brachten.<br \/>\nDas Sachsenwerk Radeberg stellte ab 1949 keine Radios mehr her, weil hier als Reparationsleistung f\u00fcr die Sowjetunion Fernsehger\u00e4te vom Typ \u201eLeningrad\u201c produziert wurden.<\/p>\n<p><em>Der Autor dankt Herbert B\u00f6rner und Karl-Heinz-Kunisch f\u00fcr die Informationen und Hinweise.<\/em><\/p>\n<p>Autor: Peter von Bechen<br \/>\nDer Beitrag wurde erstmals ver\u00f6ffentlicht in der Zeitschrift \u201eFunkgeschichte\u201c Nr. 115 (1997), Publikation der GFGF e. V. (<a href=\"http:\/\/www.gfgf.org\" title=\"www.gfgf.org\">www.gfgf.org<\/a>), Seiten 216 \u2013 219. Diese Zeitschrift ist nur im Rahmen der GFGF-Mitgliedschaft zu beziehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einkreiser von Sachsenwerk Radeberg mit \u201eseltsamen\u201c Kondensatoren Nach dem 2. Weltkrieg waren Radios hei\u00df begehrt, denn die Menschen wollten nicht nur Zugang zu Informationen, sondern in dieser tristen Zeit ein wenig Unterhaltung haben. 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