{"id":288,"date":"2019-03-30T18:29:46","date_gmt":"2019-03-30T17:29:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/?p=288"},"modified":"2019-03-30T18:33:34","modified_gmt":"2019-03-30T17:33:34","slug":"der-marconi-von-deggendorf","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/2019\/03\/30\/der-marconi-von-deggendorf\/","title":{"rendered":"Der \u201eMarconi von Deggendorf\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p> <strong>Die Geschichte des Lehrers und \u201eRadiopioniers\u201c Theodor Eckert<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong> In den fr\u00fchen Jahren des Funkwesens waren es nicht nur Forscher, Wissenschaftler und Ingenieure, die wesentliche Beitr\u00e4ge zur Weiterentwicklung der Technik leisteten, sondern auch immer wieder Laien wie der Lehrer Theodor Eckert aus Deggendorf.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_01-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-292\" width=\"359\" height=\"526\"\/><figcaption>Theodor Eckert *11.03.1887,  \u202015.06.1960. <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>\u00dcberall\nin Deutschland gab es in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts\nMenschen, die von der seinerzeit neuartigen drahtlosen Kommunikation\nfasziniert waren und damit herumexperimentierten. So auch im\nniederbayerischen Deggendorf. Hier war es der Lehrer Theodor Eckert\n(11.03.1887 \u2013 15.06.1960), der neben seiner T\u00e4tigkeit als\ngesch\u00e4tzter P\u00e4dagoge an verschiedenen Schulen und als Stadtrat auch\nals Experte auf dem Gebiet der Funktechnik nicht nur in seiner\nHeimatstadt bekannt und ber\u00fchmt wurde.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">\nGeachteter\nP\u00e4dagoge<\/h1>\n\n\n\n<p>Ehemalige\nSch\u00fcler beschreiben ihn als strengen Lehrer, der immer gro\u00dfen Wert\nauf korrekte Rechtschreibung und ordentliche Heftf\u00fchrung legte. Sein\nKlassenzimmer glich allerdings\neher einem physikalischen\nLaboratorium, denn auch Elektro- und Funktechnik standen in den\noberen Klassen auf seinem Lehrplan. Neben dem Fach Deutsch lag ihm\ninsbesondere der Sachunterricht, insbesondere die damals sogenannte\n\u201eNaturlehre\u201c, am Herzen. In den Jahren nach dem ersten Weltkrieg\nwaren es chemische und physikalische Experimente, die eigentlich \u00fcber\ndas Pensum des offiziellen Lehrplans hinausgingen. Bei\nden Sch\u00fclern riefen diese\ngro\u00dfes Interesse hervor,\nso dass sie\nihren Lehrer daf\u00fcr bewunderten.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_04-1-698x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-295\" width=\"286\" height=\"421\" srcset=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_04-1-698x1024.jpg 698w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_04-1-204x300.jpg 204w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_04-1.jpg 705w\" sizes=\"auto, (max-width: 286px) 100vw, 286px\" \/><figcaption>  Eckerts Klassenzimmer glich einem physikalischen Laboratorium. <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Magnetische\nund elektrische Effekte, die Erzeugung von Elektrizit\u00e4t mit\nElementen und Maschinen, die Funktion des Telefons sowie des\nMorseschreibers und schlie\u00dflich die damals noch weitgehend\nunbekannten Funktechnik verstand Eckert anschaulich darzustellen. Er\nkonnte seine Sch\u00fcler so weit daf\u00fcr begeistern, dass diese sich\nsogar\nnach dem Unterricht intensiv damit besch\u00e4ftigten. Letztendlich\nwirkte sich das auch auf die schulischen Leistungen positiv aus, denn\ner hielt seine Sch\u00fcler an, ihre Beobachtungen mit Berichten sowie\nZeichnungen exakt zu dokumentieren und auch so weit wie m\u00f6glich\nmathematisch zu beschreiben [1].<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Fr\u00fche\nFunkversuche<\/h1>\n\n\n\n<p>Eckert selbst war von Anfang an fasziniert von den Fortschritten, die Wissenschaftler, Forscher, Erfinder und Ingenieure zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf dem Gebiet der Funktechnik machten und bis dahin erreicht hatten. Bereits 1908 hielt er einen Experimentalvortrag im katholischen Presseverein Viechtach, wo er mit seinem gro\u00dfen Funkeninduktor nach R\u00fchmkorff sowie einem Fritter als Indikator f\u00fcr elektrische Wellen drahtlos Signale \u00fcbertrug und damit das Publikum beeindruckte. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_05.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-297\" width=\"357\" height=\"477\"\/><figcaption>Deggendorfer Rathausturm, links im Hintergrund die Grabkirche . 1912 machte Eckert zusammen mit seinem Freund Karl Danzer hier die ersten Sendeversuche und \u00fcberbr\u00fcckte diese Distanz. <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>1912 machte er zusammen mit seinem Freund Karl Danzer die ersten Sendeversuche vom Deggendorfer Rathausturm zum Turm der Grabkriche. 1916 errichtete er in seiner Heimatstadt eine gr\u00f6\u00dfere Antennenanlage, die sich vom Turm der Kirche auf dem Geiersberg auf das Gel\u00e4nde des heutigen Soldatenfriedhofs \u201eGefallenenhain\u201c erstreckte. Sein Empfangsapparat enthielt einen Detektor aus Grafit und Bleiglanz. Aufnehmen konnte er Zeitzeichen des Senders Nauen, aber auch die teilweise verschl\u00fcsselten Telegrafiesignale aus Moskau oder vom Sender auf dem Pariser Eiffelturm. Auch der Empfang von Funksignalen des Luftschiffes \u201eGraf Zeppelin\u201c gelang angeblich. Sein \u201eAssistent\u201c dabei war Max Daunderer.  <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"538\" height=\"344\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_07.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-301\" srcset=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_07.jpg 538w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_07-300x192.jpg 300w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_07-469x300.jpg 469w\" sizes=\"auto, (max-width: 538px) 100vw, 538px\" \/><figcaption>Kaserne des Eisenbahnbattalions in M\u00fcnchen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Eckert\nkonnte auch w\u00e4hrend\ndes 1. Weltkrieges diese Versuche durchf\u00fchren, denn er war w\u00e4hrend\nder Zeit nicht an einer der Fronten, sondern in der Etappe, meistens\nnicht weit von seiner Heimatstadt entfernt. Zun\u00e4chst diente er als\nPionier in Ingolstadt und beim Eisenbahnbatallion in M\u00fcnchen. Gegen\nKriegsende 1918 kam er zur Infanterie in Straubing und wurde dort\nnoch zum Unteroffizier bef\u00f6rdert [2].<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Absolutes\nFunkverbot nach dem Krieg<\/h1>\n\n\n\n<p>Nach\nKriegsende gr\u00fcndete er 1919 den \u201eBund der Funkerfreunde\u201c als\nlokalen Verein, der aber nicht lange existierte. Wegen der\nturbulenten politischen Verh\u00e4ltnisse der jungen Weimarer Republik,\nbei der sich regierungsfeindliche Organisationen der drahtlosen\nKommunikationstechnik bem\u00e4chtigt hatten, verbot die Reichsregierung\nZivilisten jegliche praktische Bet\u00e4tigung auf dem Gebiet des\nFunkwesens, so dass dies bis 1923 ausschlie\u00dflich staatlichen Stellen\nwie der Reichspost oder dem Milit\u00e4r vorbehalten war. Privatpersonen\ndurften keinerlei Empfangsger\u00e4te betreiben, und Sender erst recht\nnicht. Schon der Versuch zum Errichten einer \u201eFunkanlage\u201c (auch\nEmpfangsanlage) war strafbar [3]. Weil die Vorschriften immer\nstrenger wurden, musste Eckert die Antennenalge, die zwischen dem\nTurm der Grabkirche und dem Dachreiter der Knabenschule gespannt war,\nabbauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eckert\nwar w\u00e4hrend dieser Zeit f\u00fcr das Milit\u00e4r t\u00e4tig. Auf Grund seiner\nKenntnisse wurde er mit der \u00dcberpr\u00fcfung der Kandidaten von \u00dcbungen\nder Standortfunkstelle Passau\/Oberhaus beauftragt.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Der\nBeginn des Rundfunks<\/h1>\n\n\n\n<p>Nach\nlangen Diskussionen in der Reichsregierung, beim Milit\u00e4r und bei der\nReichspost sowie auf Dr\u00e4ngen der Industrie, die Radioger\u00e4te\nherstellen wollte, wurde im Juli 1923 in Deutschland das\nRundfunk-Empfangsverbot f\u00fcr Private aufgehoben. Weil die Post das\nFernmeldegeheimnis in Gefahr sah und das Milit\u00e4r Spionage\nbef\u00fcrchtetet, gab es allerdings wesentliche Einschr\u00e4nkungen: Es\ndurften nur Ger\u00e4te verwendet werden, die ausschlie\u00dflich den\nWellenbereich zwischen 250 und 700 m (etwa die heutige Mittelwelle)\nempfangen k\u00f6nnen und keine R\u00fcckkopplung besitzen. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Ausgenommen davon waren Personen, die im Besitz einer \u201eAudionversuchserlaubnis\u201c waren. Diese erteilte die Reichspost Forschern und Fachleuten sowie Angeh\u00f6rigen von Reichs- und Landesbeh\u00f6rden. Au\u00dferdem konnte man durch Vermittlung anerkannter \u201eFunkfreunde-Vereine\u201c diese \u201eAudionversuchserlaubnis\u201c erwerben. Es war deshalb erforderlich, dass jeder ernsthaft radiobegeisterte Laie, auch \u201eRadioamateur\u201c genannt (nicht zu verwechseln mit den heutigen \u201eFunkamateuren\u201c) Mitglied in einem solchen Verein sein musste [4]. So bildeten sich innerhalb k\u00fcrzester Zeit \u00fcberall in Deutschland \u201eRadioklubs\u201c, so auch der am 27.07.1923 in M\u00fcnchen gegr\u00fcndete \u201eS\u00fcddeutschen Radio Klub\u201c zu deren Gr\u00fcndungsmitgliedern Eckert z\u00e4hlte. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"879\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_08a-1024x879.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-303\" srcset=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_08a-1024x879.jpg 1024w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_08a-300x257.jpg 300w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_08a-768x659.jpg 768w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_08a-350x300.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>  Mitteilungen der S\u00fcddeutschen Radio-Klubs in der Bayerischen Radiozeitung 1923.  <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"819\" height=\"275\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_08b.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-305\" srcset=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_08b.jpg 819w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_08b-300x101.jpg 300w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_08b-768x258.jpg 768w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_08b-500x168.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 819px) 100vw, 819px\" \/><figcaption>Ausschnitt<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Auch in Deggendorf formierte sich, wie in vielen bayerischen St\u00e4dten, jeweils eine Ortsgruppe des S\u00fcddeutschen Radio Klubs. Dachverband f\u00fcr alle Regionalvereine war der \u201eDeutsche Radio Klub\u201c in Berlin. Aufgabe dieser Vereine war sicherzustellen, dass die Mitglieder in der Lage waren, ihre Empfangsger\u00e4te ordnungsgem\u00e4\u00df zu betreiben, ohne andere Funkdienste zu st\u00f6ren. Theodor Eckert bildete zusammen mit Oberpostmeister Eustachius Winkler (Plattling) und Ingenieur Georg Zwinger (Plattling) den Pr\u00fcfungsausschuss f\u00fcr elektrische und funktechnische Kenntnisse.  <\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl\nzun\u00e4chst offiziell noch kein Rundfunkprogramm in Deutschland\nausgestrahlt wurde, setzte sich schnell eine Welle der\nRadiobegeisterung in der Bev\u00f6lkerung in Bewegung. Schlie\u00dflich\nkonnten Sender aus vielen Nachbarl\u00e4ndern und die Versuchssendungen\ndeutscher Stationen empfangen werden. Am 29. Oktober 1923 war es dann\nendlich so weit: Der Rundfunk in Deutschland begann offiziell. Um\n20:00 Uhr meldete sich die \u201eDeutsche Stunde\u201c mit der Ansage:\n\u201eAchtung! Achtung! Hier\nist die Sendestelle Berlin, im Vox-Haus auf Welle 400 Meter. Meine\nDamen und Herren, wir machen Ihnen davon Mitteilung, dass am heutigen\nTage der Unterhaltungsrundfunkdienst mit Verbreitung von\nMusikvorf\u00fchrungen auf drahtlos-telefonischem Wege beginnt. Die\nBenutzung ist genehmigungspflichtig!\u201c [5]. Zu diesem Zeitpunkt gab\nes in Deutschland keinen einzigen Teilnehmer mit Rundfunkgenehmigung,\naber sch\u00e4tzungsweise 10.000 Schwarzh\u00f6rer. Am 31.10. meldete sich\nder Berliner Zigarrenh\u00e4ndler Wilhelm Kollhoff als erster\nRundfunkteilnehmer an und musste daf\u00fcr 350 Millionen (Papier-)Mark\nzahlen [6]. Auch Theodor Eckert geh\u00f6rte in jenen Tagen zu den\nersten, die in Deutschland eine Rundfunkgenehmigung beantragten.\n\u201eSchwarzh\u00f6ren\u201c w\u00e4re f\u00fcr ihn als gesetzestreuen deutschen\nBeamten mit Sicherheit undenkbar gewesen. \n<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">\u00c4ra\ndes Radiobastelns<\/h1>\n\n\n\n<p>Nachdem Radioh\u00f6ren legal war, w\u00fcnschten sich viele Menschen einen Empf\u00e4nger. Fertige Ger\u00e4te waren teuer, nicht zuletzt wegen der nicht unerheblichen Lizenzgeb\u00fchren, die gro\u00dfe Firmen wie Telefunken als Patentinhaber kassierten. Eine Alternative war der Selbstbau. Dazu wurden praktische Anleitungen gebraucht: So erschienen ab 1923 zahlreiche Zeitschriften und B\u00fccher zum Thema Radiobasteln. Auch Theodor Eckert war mit einem Werk dabei: \u201eAudion-Einr\u00f6hrenger\u00e4t \u2013 Anleitung zum Bau eines Radio-Empfangs-Apparates mit R\u00fcckkopplungsschaltung\u201c, das er zusammen mit Ernst Schneebauer verfasste. Es erschien 1924 als Band 94 der Reihe \u201eSpiel und Arbeit\u201c beim Otto Maier-Verlag Ravensburg [7]. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_09-691x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-307\" width=\"561\" height=\"848\"\/><figcaption>  Titel des Buchs \u201eAudion-Einr\u00f6hrenger\u00e4t. Anleitung zum Bau eines Radio-Empfangsger\u00e4tes mit R\u00fcckkopplungsschaltung\u201c. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Bemerkenswert an diesem B\u00fcchlein sind der Detailreichtum und die Exaktheit der Beschreibung. Es enth\u00e4lt einen gro\u00dfformatigen 1:1-Bauplan, und selbst der Bau der Anodenbatterie wird genau beschrieben. Hier zeigt sich, dass sich die Verfasser mit Konzept und Konstruktion des Ger\u00e4tes intensiv befasst haben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"668\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_10-668x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-309\" srcset=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_10-668x1024.jpg 668w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_10-196x300.jpg 196w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_10-768x1177.jpg 768w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_10.jpg 1649w\" sizes=\"auto, (max-width: 668px) 100vw, 668px\" \/><figcaption>Farbige Konstruktionszeichnung in Frm eines 1:1-Bauplans.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>In\nden folgenden Jahren hielt Eckert viele Vortr\u00e4ge \u00fcber die\nFunktechnik vor naturwissenschaftlichen Vereinen, bei Heimatabenden,\nRundfunkveranstaltungen oder Ausstellungen und schlie\u00dflich auch bei\neinem Funkkurs des Senders M\u00fcnchen. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Bemerkenswert\nwar auch die Entst\u00f6rung der elektrischen Anlagen der Sirius-Werke in\nder Deggerau, f\u00fcr die die Initiative von Eckert ausging, in dem er\nein Ansuchen an das Telegrafentechnische Reichsamt in M\u00fcnchen\nstellte. Die von dort ausgehenden St\u00f6rungen bereiteten bis zu ihrer\nBeseitigung Probleme beim Rundfunkempfang in der weiteren Umgebung.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Das\n\u201eEckertsche Ger\u00e4t\u201c<\/h1>\n\n\n\n<p>1930\nsetzte die Reichsrundfunkgesellschaft anl\u00e4sslich der Gro\u00dfen\nDeutschen Funkausstellung in Berlin einen Preis aus f\u00fcr die\nEntwicklung eines Zusatzger\u00e4tes f\u00fcr Radioempf\u00e4nger zur wirksamen\nUnterdr\u00fcckung von St\u00f6rungen und Vermeiden des Durchschlagen des\nNachbarsenders. Theodor Eckert hatte sich schon seit l\u00e4ngerem mit\ndiesem Thema befasst und unterschiedliche Methoden zur L\u00f6sung dieses\nProblems experimentell untersucht, z. B. die bis dahin bekannten\nFilter und Sperrkreise, die allerdings nicht immer den gew\u00fcnschten\nErfolg brachten. Er kam auf die Idee, eine Schaltung zu entwickeln,\nbei der das St\u00f6rsignal phasenverkehrt mit dem gest\u00f6rten Nutzsignal\ngemischt und so die St\u00f6rung praktisch ausgel\u00f6scht wird. Er machte\nsich dabei zu Nutze, dass ein Signal an der Anode einer\nVerst\u00e4rkerr\u00f6hre eine Phasenverschiebung von 180 Grad gegen\u00fcber der\nGitterspannung\naufweist.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"697\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_11a-1024x697.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-311\" srcset=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_11a-1024x697.jpg 1024w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_11a-300x204.jpg 300w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_11a-768x523.jpg 768w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_11a-441x300.jpg 441w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Schaltung des &#8222;Eckertschen Ger\u00e4tes&#8220;. (aus [12])<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"827\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_11b-1024x827.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-312\" srcset=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_11b-1024x827.jpg 1024w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_11b-300x242.jpg 300w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_11b-768x620.jpg 768w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_11b-372x300.jpg 372w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Verdrahtung des &#8222;Eckertschen Ger\u00e4tes&#8220;. (aus[12])<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Diesen\nEffekt setzte er in seiner Konstruktion um, die aus zwei\nSchwingkreisen besteht, von denen einer auf die St\u00f6r- und der andere\nauf die Nutzfrequenz abgestimmt ist. Das ausgefilterte St\u00f6rsignal\nwird mit einer R\u00f6hre verst\u00e4rkt und wirkt phasenverkehrt auf die\nSpule am Ausgang, an der das Nutzsignal anliegt. Mit umschaltbaren\nWiderst\u00e4nden l\u00e4sst sich die Kopplung in dem Netzwerk einstellen.\nDas Ganze ist in einem Metallgeh\u00e4use mit drei Kammern untergebracht,\ndamit die einzelnen Spulen nicht induktiv miteinander koppeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Eckert\nhatte nur zwei Monate Zeit, um sein Musterger\u00e4t zu bauen und der\nPr\u00fcfungskommission beim Heinrich-Hertz-Institut zuzusenden. Diese\nbestand aus Vertretern der Funkvereine, des Heinrich-Hertz-Instituts,\ndes Reichspostzentralamtes sowie der Reichsrundfunkgesellschaft. Auf\nden heute noch vorhandenen Fotos erkennt man die \u00fcbersichtliche\nKonstruktion und den sauberen Aufbau des \u201eEckerschen Ger\u00e4tes\u201c,\ndas auch auf der Funkausstellung gezeigt und vom Publikum bestaunt\nwurde.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"943\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_12a-1024x943.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-313\" srcset=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_12a-1024x943.jpg 1024w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_12a-300x276.jpg 300w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_12a-768x707.jpg 768w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_12a-326x300.jpg 326w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_12a.jpg 1908w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Innenansicht des &#8222;Eckertschen Ger\u00e4tes. (aus [12])<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"940\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_12b-940x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-315\" srcset=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_12b-940x1024.jpg 940w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_12b-275x300.jpg 275w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_12b-768x837.jpg 768w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_12b.jpg 1753w\" sizes=\"auto, (max-width: 940px) 100vw, 940px\" \/><figcaption>Ansicht von unten (aus [12])<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>In\neinem Artikel in der \u201eElektrischen Nachrichtentechnik\u201c [8]\nberichtet kein Geringerer als Professor\nGustav Leith\u00e4user von der\n\u00dcberpr\u00fcfung des \u201eEckerschen Ger\u00e4tes\u201c und ist voll des Lobes:\n\u201eUnter Benutzung des Vorsatzger\u00e4tes konnte bereits die Tr\u00e4gerwelle\nderjenigen Stationen sauber eingestellt werden, die nur 9 kHz Abstand\nvon der Berliner Welle haben. Der Sender Kattowitz, dessen Abstand\nvon Berlin 18 kHz betr\u00e4gt, konnte einwandfrei aufgenommen werden.\u201c\nUnd weiter: \u201eAus diesen Versuchen ersieht man, da\u00df das\nVorsatzger\u00e4t zur Kompensation au\u00dferordentlich wirksam ist. Man\nsieht aber auch, dass die Einstellung des Verschwinden der\nOrtssenders eine sehr scharfe Einstellung verlangt, die einige\nSchwierigkeiten mit sich bringt&#8230;\u201c Auf dieses Problem hatte Eckert\nallerdings schon bei seinem Bewerbungsschreiben hingewiesen und\nangemerkt, dass bei einer Verfeinerung der Konstruktion eventuell\nnoch g\u00fcnstigere Resultate erzielbar seien.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"731\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_13-1024x731.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-317\" srcset=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_13-1024x731.jpg 1024w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_13-300x214.jpg 300w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_13-768x549.jpg 768w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_13-420x300.jpg 420w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_13.jpg 1767w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Einladung zur Verleihung der Heinrich-Hertz-Medaille vom November 1930. (Bild: Handwerksmuseum Dggendorf)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Die\nHeinrich-Hertz-Medaille<\/h1>\n\n\n\n<p>Die\nPr\u00fcfungskommission vergab daf\u00fcr den ersten Preis, dotiert mit 500\nRM, an Eckert und schlug ihn dar\u00fcber hinaus zur Verleihung der\nHeinrich-Hertz-Medaille in Silber vor. Diese Auszeichnung wurde\nanl\u00e4sslich einer Festsitzung des Heinrich-Hertz-Institutes und der\nReichsrundfunkgesellschaft vom Vorsitzenden der\nHeinrich-Hertz-Gesellschaft Prof. Dr. K. W. Wagner \u00fcberreicht. Im\nJahr 1930 gab es gleich vier mit der Heinrich-Hertz-Medaille Geehrte:\nGold f\u00fcr Prof. Dr. August Karolus, Entwickler der\n\u201eKarolus-Kerr-Zelle\u201c zur tr\u00e4gheitsfreien Lichtsteuerung, auf der\ndie erste elektrische Fernsehapparatur basierte, Silber f\u00fcr Theodor\nEckert f\u00fcr den Apparat zur St\u00f6runterdr\u00fcckung sowie je eine\nBronzemedaille f\u00fcr Dr. phil. Adolf Franke, Mitentwickler des\n\u201eFranke-D\u00f6nitzschen Wellenmessers\u201c sowie Dr.-Ing. E. h. Paul\nMamroth, Mitbegr\u00fcnder der \u201eDeutschen Rundfunk AG\u201c. Neben den\nWissenschaftlern und Forschern verlieh die\nHeinrich-Hertz-Gesellschaft regelm\u00e4\u00dfig auch Auszeichnungen an\nLaien, sogenannte \u201eFunkbastler\u201c, weil diese seinerzeit einen\nnicht unerheblichen Anteil an der technischen Entwickelung hatten\n[10].<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1003\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_14-1024x1003.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-318\" srcset=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_14-1024x1003.jpg 1024w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_14-300x294.jpg 300w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_14-768x752.jpg 768w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_14-306x300.jpg 306w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_14.jpg 1774w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>R\u00fcckseite der Heinrich-Hertz-Medaille, die Eckert verliehen wurde. (Bild: Handwerksmuseum Deggendorf)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Gro\u00dfe Deutsche Funkausstellung war schon seinerzeit ein Ereignis, das gro\u00dfe Aufmerksamkeit nicht nur bei Fachmedien, sondern auch in der Tagespresse fand. So brachten zahlreiche Zeitungen im In- und Ausland \u201esehr anerkennende Artikel mit dem Bildnis Eckerts\u201c. Die renommierte \u201eS\u00fcddeutsche Sonntagspost&#8220; in  M\u00fcnchen nannte ihn sogar den \u201eMarconi von Deggendorf\u201c.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"287\" height=\"126\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/sueddeutsche.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-338\"\/><figcaption>Die S\u00fcddeutsche Sonntagspost nannte Eckert den &#8222;Marconi von Deggendorf&#8220;<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>In\nDeggendorf war man auf Eckerts Leistung m\u00e4chtig stolz. \u201eAn dieser\nganz hervorragenden Ehrung f\u00fcr eine epochmachende Spitzenleistung\ndes Geistes nimmt mit dem In- und Ausland auch die Heimatgemeinde des\nAusgezeichneten und in kollegialer Mitfreude der gesamte Stadtrat\nteil,\u201c so der damalige B\u00fcrgermeister Dr. Reus, und weiter \u201eWir\nbegl\u00fcckw\u00fcnschen Hrn. Kollegen Eckert herzlich zu dem gro\u00dfen\nErfolge und freuen uns, ihn unseren Mitb\u00fcrger nennen zu k\u00f6nnen&#8230;\u201c.\n\n<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Bergr-766x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-320\" width=\"303\" height=\"410\"\/><figcaption>Zinnkrug, der Eckert vom Ortsverein der Bayerichen Radio Klubs \u00fcberreicht wurde.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich\nwurde am 25.11.1930 die Verleihung der Heinrich-Hertz-Medaille auch\nin der Ortsgruppe Deggendorf des Bayerischen Radio Klubs geb\u00fchrend\ngefeiert. \u201eAuch bei dieser Gelegenheit fand der Vorsitzende des\nStadtrates anerkennende Worte f\u00fcr den um die Stadt sehr verdienten\nMeister der Rundfunksache,\u201c so Reus [11]. Der Ortsverein\n\u00fcberreichte Eckert als Ehrung einen Zinnkrug mit Widmung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Erkenntnisse, die Eckert bei der Entwicklung seines Vorsatzger\u00e4tes gewann, fasste er kurz darauf in dem B\u00fcchlein \u201eDas Unversal-Trennger\u00e4t\u201c zusammen, das 1931 als Band 28 in der \u201eDeutschen Radiob\u00fccherei\u201c, Berlin, [12] erschien. Hier beschrieb er sehr detailliert die bis dahin \u00fcblichen Mittel zur Unterdr\u00fcckung benachbarter Sender, sein pr\u00e4miertes Vorsatzger\u00e4t und schlie\u00dflich auch die M\u00f6glichkeiten zu dessen Weiterentwicklung. Wie in seinem ersten Buch findet man hier sorgf\u00e4ltig ausgearbeitete Beschreibungen sowie einen gro\u00dfformatigen 1:1-Bauplan<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_11-1-679x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-322\" width=\"456\" height=\"693\"\/><figcaption>Band 28 der Deutschen Radio-B\u00fccherei. (Sammlung Nietmann)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Das\nPatent<\/h1>\n\n\n\n<p>Weil die Idee Eckerts, die dem Vorsatzger\u00e4t zu Grunde lag, durchaus Neuigkeitswert besa\u00df, lag es nahe, ein Patent anzustreben, um bei eventueller kommerzieller Verwendung auch einen finanziellen Nutzen daraus ziehen zu k\u00f6nnen. In unver\u00e4nderter Form war \u201eEckertsche Ger\u00e4t\u201c allerdings nicht mehr patentierbar, weil es ja inzwischen schon wegen der zahlreichen Ver\u00f6ffentlichungen allgemein bekannt war. Deshalb lie\u00df sich Eckert eine neue Variante seiner Schaltung einfallen. Er meldete im Mai 1933 ein \u201eVerfahren zur wahlweisen Verwendung einer als Hochfrequenzverst\u00e4rker dienenden Eingangsstufe eines Empf\u00e4ngers als Verst\u00e4rker f\u00fcr die Nutzfrequenz oder zur Kompensation von Fremdwellen\u201c an. Gel\u00f6st werden sollte damit das Problem, dass tags\u00fcber lediglich der Ortssender und wenige starke Fernsender zu empfangen sind, nach Einbruch der Dunkelheit dagegen die Zahl der empfangen Stationen so stark zunimmt, dass sie sich kaum voneinander trennen lassen. Seine Schaltung bestand daher aus einer R\u00f6hrenverst\u00e4rkerstufe, die sich mit Hilfe eines Umschalters tags\u00fcber als reiner HF-Vorverst\u00e4rker nutzen lie\u00df und abends als Kompensationsschaltung zur Unterdr\u00fcckung st\u00f6render Sender. Das angeschlossene Radio sollte so am Tag und in der Nacht gleich gut funktionieren. Aus diesem Grunde w\u00e4hlte er f\u00fcr seinen Konstruktion den Namen \u201e\u00c4quinocticum\u201c. Dieser Begriff kommt aus der Astronomie und bezeichnet die beiden Tage im Jahr, in denen Tag und Nacht gleich lange dauern (\u201eTag-Nacht-Gleiche&#8220;).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"731\" height=\"675\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_16.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-324\" srcset=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_16.jpg 731w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_16-300x277.jpg 300w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_16-325x300.jpg 325w\" sizes=\"auto, (max-width: 731px) 100vw, 731px\" \/><figcaption> Schaltung des \u201e\u00c4quinocticum\u201c aus Patentschrift Nr 603 145 von 1934  [13]. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Das\nPatent wurde Eckert im September 1934 unter der Nummer 603 145 vom\nReichspatentamt erteilt [13]. Es l\u00e4sst sich heute leider nicht mehr\nfeststellen, ob seine Schaltung von einer\nder seinerzeit zahlreichen\nRadiofirmen genutzt wurde und ob Eckert daraus jemals einen\nfinanziellen Nutzen gehabt hatte.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Sp\u00e4te\nEhrungen nach dem Krieg<\/h1>\n\n\n\n<p>Eckert war neben seiner T\u00e4tigkeit als Lehrer nicht nur in der Funktechnik aktiv, sondern er engagierte sich auch in der Kommunalpolitik. So war er im Stadtrat, zun\u00e4chst f\u00fcr die \u201eUnparteiische Interessengemeinschaft\u201c, nach 1933 f\u00fcr die NSDAP, deren Mitglied er recht fr\u00fch geworden war. Hier k\u00fcmmerte er sich um Ma\u00dfnahmen zur Versch\u00f6nerung der Stadt, Schaffung von Parkanlagen und \u00e4hnliches. Ab 1938 war Eckert verantwortlich f\u00fcr die Rundfunkstelle der \u00f6rtlichen Kreispropagandaleitung der NSDAP.  <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"745\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_17a-745x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-326\" srcset=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_17a-745x1024.jpg 745w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_17a-218x300.jpg 218w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_17a-768x1055.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 745px) 100vw, 745px\" \/><figcaption>  Parteigliederung der NSDAP in Deggendorf 1938 <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"594\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_17b-1024x594.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-327\" srcset=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_17b-1024x594.jpg 1024w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_17b-300x174.jpg 300w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_17b-768x446.jpg 768w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_17b-500x290.jpg 500w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_17b.jpg 1187w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Ausschnitt<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wegen\nseiner der\nNS-Parteizugeh\u00f6rigkeit\nwurde er 1945 beim Eintreffen der amerikanischen Truppen in\nDeggendorf verhaftet und interniert. Daraufhin wurde er als Beamter\naus dem Dienst entfernt. Im Rahmen der Entnazifizierung wurde Eckert\nin der Gruppe 4 (\u201eMitl\u00e4ufer\u201c) eingestuft. Am 21. Mai 1948 wurde\nentschieden, dass gegen die Wiedereinstellung des Oberlehrers Eckert\nan der Volkshauptschule Deggendorf \u201ekeine politischen Bedenken\u201c\nbest\u00fcnden. 1950 wurde er wieder in das Beamtenverh\u00e4ltnis berufen,\nlie\u00df sich aber dann auf eigenen Wunsch in den Ruhestand versetzen.\n1959 wurde er von seiner Heimatstadt f\u00fcr seine Verdienste mit der\nB\u00fcrgermedaille geehrt. \n<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"832\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_18-1024x832.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-330\" srcset=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_18-1024x832.jpg 1024w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_18-300x244.jpg 300w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_18-768x624.jpg 768w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_18-369x300.jpg 369w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_18.jpg 1676w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>B\u00fcrgermedaille der Stadt Deggendorf (rechts) von 1959 neben der Heinrich-Hertz-Medaille von 1930.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_20-1024x682.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-329\" srcset=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_20-1024x682.jpg 1024w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_20-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_20-768x512.jpg 768w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_20-450x300.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>1962 wurde in Deggendorf eine Stra\u00dfe nach Theodor Eckerd benannt. (Bild: Peter von Bechen)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Am 15. Juni 1960 starb Theodor Eckert. Nach seinem Tode wurde eine Stra\u00dfe in Deggendorf nach ihm benannt (1962) und anl\u00e4sslich seines 80. Geburtstages erhielt die \u201eAlte Knabenschule\u201c, an der er jahrelang Lehrer und Rektor war, den Namen \u201eTheodor-Eckert-Schule\u201c. Nach dem Auszug aus diesem Geb\u00e4ude wanderte der Name zur neu errichteten Grundschule am Pandurenweg mit.  <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"665\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_19a-1024x665.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-332\" srcset=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_19a-1024x665.jpg 1024w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_19a-300x195.jpg 300w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_19a-768x499.jpg 768w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_19a-462x300.jpg 462w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Ehemalige  Theodor-Eckert-Schule, die \u201eAlte Knabenschule\u201c . Heute Heimatmuseum. (Bild: Peter von Bechen)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"673\" src=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_19b-1024x673.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-333\" srcset=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_19b-1024x673.jpg 1024w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_19b-300x197.jpg 300w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_19b-768x505.jpg 768w, http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Eckert_19b-456x300.jpg 456w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Theodor-Eckert-Grundschule am Pandurenweg in Deggendorf. (Bild: Peter von Bechen) <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die\nVergangenheit Eckerts in der NS-Zeit wurde bei den Ehrungen und\nNamensgebungen nicht hinterfragt oder erw\u00e4hnt. Es gibt allerdings\nauch keinerlei belastenden Ver\u00f6ffentlichungen oder Aussagen, aus\ndenen hervorgeht, dass er ein fanatischer Nazi war [14].<\/p>\n\n\n\n<p>Im\nHandwerksmuseum Deggendorf sind heute\nGegenst\u00e4nde aus dem\nBesitz Theodor Eckerts ausgestellt, z. B. seine Auszeichnungen,\nOriginal-Schriftst\u00fccke und historische Empfangs- und Sendeger\u00e4te\naus der Zeit nach dem 1. Weltkrieg.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Danksagung<\/strong><br>An dieser Stelle herzlichen Dank an folgende Personen, die den Autor bei den Recherchen zu Theodor Eckert mit Informationen und Dokumenten unterst\u00fctzt haben: Heribert Aichner, Deggendorf, Erich Kandler und Prof. Dr. Lutz-Dieter Behrend vom Stadtarchiv Deggendorf, Ulrike Schwarz M. A. vom Handwerksmuseum Deggendorf sowie an GFGF-Mitglied Willy Nietmann, B\u00fcren.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">\nQuellen\/Literatur<\/h1>\n\n\n\n<p>[1]\nKuchler, F.: Meine Erinnerungen an besondere Leut. Verlag Ebner,\nDeggendorf 2001. ISBN 3-934726-02-X.<\/p>\n\n\n\n<p>[2]\no.V.: Vor 20 Jahren starb der Physiker Theodor Eckert. Plattlinger\nAnzeiger vom 21.06.1980, S. 14.<\/p>\n\n\n\n<p>[3]\nG\u00fcnther, H., Fuchs, F.: Der Praktische Radioamateur. Franckhsche\nVerlagshandlung, Stuttgart 1924.<\/p>\n\n\n\n<p>[4]\nKoerner, W. F.: Geschichte des Amateurfunks. Koernersche Druckerei\nund Verlagsanstalt, Gerlingen 1963.<\/p>\n\n\n\n<p>[5]\nhttp:\/\/www.deutschlandradio.de\/achtung-hier-sendestelle-berlin-voxhaus.331.de.html?dram:article_id=260292\n(12\/2014)<\/p>\n\n\n\n<p>und\nhttp:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Geschichte_des_H\u00f6rfunks_in_Deutschland\n(12\/2014)<\/p>\n\n\n\n<p>[6]\nhttp:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wilhelm_Kollhoff (12\/2014)<\/p>\n\n\n\n<p>[7]\nEckert, Th., Schneebauer, E.: Audion-Einr\u00f6hrenger\u00e4t. Anleitung zum\nBau eines Radio-Empfangsger\u00e4tes mit R\u00fcckkopplungsschaltung. Reihe\n\u201eSpiel und Arbeit\u201c, Bd. 96. Verlag Otto Maier, Ravensburg 1924.<\/p>\n\n\n\n<p>[8]\nLeith\u00e4user, G.: Bericht \u00fcber die im Auftrag des Pr\u00fcfungsausschusses\nim Heinrich-Hertz-Institut ausgef\u00fchrte Untersuchung des Eckertschen\nGer\u00e4ts. Elektrische Nachrichtentechnik 1930, H. 12, S. 511 \u2013 512.<\/p>\n\n\n\n<p>[9]\nEckert, Th.: Zusatzger\u00e4t zur Erh\u00f6hung der Abstimmsch\u00e4rfe und\nVerminderung von St\u00f6rungen. Elektrische Nachrichtentechnik 1930, H.\n12, S. 510 \u2013 511. \n<\/p>\n\n\n\n<p>[10]\nB\u00f6rner, H.: Heinrich-Hertz-Medaille ausgegraben. Funkgeschichte 134\n(2000), S. 282 \u2013 284.<\/p>\n\n\n\n<p>[11]\nStadtratsbeschluss der Plenarsitzung vom 5.12.1930. Protokoll des\nStadtrates Deggendorf.<\/p>\n\n\n\n<p>[12]\nEckert, Th.: Das Universal-Trennger\u00e4t. Neue Filter-, Leit-, Sperr-\nund Saugkreise. Deutsche Radio-B\u00fccherei Bd. 28.\nDeutsch-Literarisches Institut J. Schneider, Berlin-Tempelhof 1931.<\/p>\n\n\n\n<p>[13]\nPatentschrift Nr 603 145. Reichspatentamt, ausgegeben am 22.\nSeptember 1934.<\/p>\n\n\n\n<p>[14]\npers\u00f6nliches Manuskript von Prof. Lutz-Dieter Behrendt, Stadtarchiv\nDeggendorf.<\/p>\n\n\n\n<p>[15]\nKniestedt, J.:\n<em>Heinrich\nHertz<\/em>.\nSonderdruck des\nArchivs Post- und Fernmeldewesen 1989, H. 1, S. 56.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"kasten\"><strong>Heinrich-Hertz-Medaille<\/strong><br>Es gab\/gibt nicht nur eine Heinrich-Hertz-Medaille, sondern es sind mindestens vierverschiedene bekannt:<br>1. Die \u201eHeinrich-Hertz-Medaille\u201c, die von der 1924 in Hamburg gegr\u00fcndeten Heinrich-Hertz-Gesellschaft verliehen wurde, unter anderem an Alexander Mei\u00dfner (1925), Jonathan Zennek, Graf Arco und Hans Bredow (1926), Max Wien (1927), Heinrich Barkhausen (1928), Karl-Willy Wagner (1929) und schlie\u00dflich 1930 an August Karolus und neben weiteren auch an Theodor Eckert. Dann gab es von dieser Gesellschaft keine Medaillen mehr. Die Heinrich-Hertz-Gesellschaft erhielt 1934 eine neue Satzung und hie\u00df dann \u201eGesellschaft zur F\u00f6rderung des Funkwesens e.V.\u201c Der Name \u201eHeinrich Hertz\u201c musste in der NS-Zeit wegen dessen j\u00fcdischer Abstammung abgelegt werden [10].<br><br> 2. Aus Anlass des 150-j\u00e4hrigen Bestehens stiftete die Universit\u00e4t  Fridericiana, Karlsruhe, zusammen mit dem Badenwerk 1975 eine goldene  Heinrich-Hertz-Medaille, die alle drei Jahre f\u00fcr hervorragende  Leistungen auf dem Gebiet der Erzeugung, Verteilung und Anwendung  elektrischer Energie verliehen werden sollte [15].<br><br> 3. Die \u201eIEEE Heinrich Hertz Medal\u201c wurde von 1988 bis 2001 vom  amerikanischen Ingenieurverband IEEE an 14 Wissenschaftler verliehen,  die sich um die Hochfrequenztechnik verdient gemacht haben. Danach gab  es hier wohl auch keine weiteren Medaillen mehr.<br><br> 4. Die staatlichen M\u00fcnzen in Baden-W\u00fcrttemberg geben seit 2007 eine  Medaillenserie heraus, die Erfinder des Landes ehrt. 2014 war das  Heinrich Hertz. Am 19. Februar 2014 wurde dem Vorsitzenden der  Heinrich-Hertz-Gesellschaft, Karlsruhe, (die au\u00dfer dem Namen nichts mit  der 1924 in Hamburg gegr\u00fcndeten Heinrich-Hertz-Gesellschaft gemeinsam  hat) eine solche Medaille \u00fcbergeben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Autor: Peter von Bechen<\/strong><br>Dieser Beitrag wurde erstmals ver\u00f6ffentlicht in der Zeitschrift \u201eFunkgeschichte\u201c Nr. 219 (2015), Publikation der GFGF e. V. (<a href=\"http:\/\/www.gfgf.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">www.gfgf.org<\/a>), Seiten 14 &#8211; 20. Diese Zeitschrift ist nur im Rahmen der GFGF-Mitgliedschaft zu beziehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Geschichte des Lehrers und \u201eRadiopioniers\u201c Theodor Eckert In den fr\u00fchen Jahren des Funkwesens waren es nicht nur Forscher, Wissenschaftler und Ingenieure, die wesentliche Beitr\u00e4ge zur Weiterentwicklung der Technik leisteten, sondern auch immer wieder Laien wie der Lehrer Theodor Eckert &hellip; <a href=\"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/2019\/03\/30\/der-marconi-von-deggendorf\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-288","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-radio"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/288","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=288"}],"version-history":[{"count":31,"href":"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/288\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":348,"href":"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/288\/revisions\/348"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=288"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=288"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.vonbechen.de\/Peter\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=288"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}