Peter von Bechen interessierte sich schon in der Kindheit für alles, was mit Radiotechnik zu tun hat. Daraus hat sich über die viele Jahre eine intensive Freizeitbeschäftigung mit der Historie der Funktechnik entwickelt, bei der er auch von seinen technischen Kenntnissen als Diplomingenieur der Nachrichtentechnik profitiert.

Insbesondere der Technik alter Radios gilt sein Interesse. In seiner keinen Werkstatt repariert und restauriert er Geräte, die bis zu 70 Jahre alt sind, und er ist immer wieder erstaunt, auf welche genialen Lösungen deren Entwickler früher gekommen sind. In seinem Keller entsteht auch immer wieder selbstgebaute Elektronik nach eigenen Ideen oder nach Vorlagen aus den Jahren vor 1970.

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Peter von Bechen ist Mitglied und Redakteur der Internetplattform www.radiomuseum.org und stellt dort sein Wissen auch anderen Radiofreunden zur Verfügung. Seit mehr als 30 Jahren ist er Mitglied der Gesellschaft der Freunde der Geschichte des Funkwesens (GFGF e.V.) www.gfgf.org. Seit Mitte 2011 ist er für die Redaktion der GFGF-Publikation „Funkgeschichte“ verantwortlich.

Hier und auch in anderen Publikationen (z. B. Funkamateur) erscheinen immer wieder Beiträge zu Thema Funkhistorie von ihm. Einige sind in überarbeiteter Form auch auf dieser Website zugänglich.

„Bergkamerad“ „Küchenfee“ und „Mimikry“

Die Geschichte der Firma MIRA

Die 1950er- und 1960er-Jahre waren das goldene Zeitalter der Radiobastler. Zahllose Firmen wie Arlt, Conrad, RIM, Holzinger und andere versorgten die Selbstbauer mit Teilen sowie Bausätzen. Heute existieren die meisten nicht mehr. Klein, aber fein waren die Radios und Bausätze des Nürbergers Konrad Sauerbeck. Die von ihm gegründete Firma „MIRA Elektronik“ existiert heute noch, und der Autor dieses Artikel hatte im Jahr 2005 die Gelegenheit, mit ihm über die frühen Jahre des Unternehmens zu sprechen. Weiterlesen

44 Tage „Blue Tiger Radio“

Münchener Piratensender in den 1960er-Jahren

Obwohl in Deutschland der Betrieb von Radiosendern schon seit seiner Frühzeit gesetzlich streng reguliert war, gab es auch immer wieder Zeitgenossen, die sich über die einschlägigen Vorschriften hinwegsetzen und aus unterschiedlichen Motivationen illegal „in die Luft“ gingen. In den 1960er-Jahren hatten Piratensender Hochkonjunktur und natürlich auch die Peiltrupps des FTZ. Der Autor sprach mit einem damaligen Münchener „Piratenfunker“.
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„Bombenzünder“ im Radio

Einkreiser von Sachsenwerk Radeberg mit „seltsamen“ Kondensatoren

Nach dem 2. Weltkrieg waren Radios heiß begehrt, denn die Menschen wollten nicht nur Zugang zu Informationen, sondern in dieser tristen Zeit ein wenig Unterhaltung haben. Teile, aus denen sich Radios zusammenbauen lassen, wurden aber nicht produziert. Also nutzte man das, was der Krieg hinterlassen hatte. Hier in diesem kleinen Radio waren es beispielsweise Kondensatoren, die eigentlich für den Zündmechanismus von Bomben vorgesehen waren.
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Der funkende Poet

Funkamateur und Kinderbuchautor Martin Selber

Nicht wenige Jugendliche in der DDR der 1950er- und 1960er-Jahre haben ihrer Liebe zur Radio- und Funktechnik entdeckt, nachdem sie eines der Bücher von Martin Selber gelesen hatten. Der hieß eigentlich Martin Merbt, war aktiver Funkamateur, lebte unweit von Magdeburg und verfasste außer den drei bekannten Technik-Kinderbüchern mehr als 50 Romane und Kurzgeschichten, in denen auch manchmal das Funken eine Rolle spielte.
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Die wahre Geschichte des Drehkondensators

Der Beitrag Dr. Adolf Koepsels zur Entwicklung der Funktechnik

Beim Durchstöbern historischer Radioliteratur stieß der Autor auf eine Notiz in der Funk-Technik 8/1951 [1], die als Zeitpunkt für die Erfindung des Drehkondensators das Jahr 1901 nennt. Danach sollte Dr. Adolf Koepsel im Privatlaboratorium von Wilhelm von Siemens in Berlin dieses für die Funktechnik so wichtige Bauelement erstmals gebaut haben. Auch andere Quellen bezeichnen Koepsel als „Vater des Drehkondensators“. Das entspricht jedoch nicht den Tatsachen, was die Verdienste Koepsels um die Entwicklung der Funktechnik allerdings nicht schmälern sollte.

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Blackout-Röhrenradios

Funktionieren auch mit nur 6 Volt

Spätestens seit dem Buch von Burkhard Kainka [1] weiß der heutige Röhrenradio-Bastler, dass manche Röhren, die eigentlich für hohe Anodenspannungen ausgelegt sind, auch mit wenigen Volt an der Anode schon brauchbare Ergebnisse bringen können. In den USA hat man diesen Effekt in den 1930er-Jahren bereits genutzt, um Radios zu bauen, die auch bei totalem Stromausfall („Blackout“) noch Empfang ermöglichen.
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